Neubau Firmensitz Stahlcon GmbH

Steinenbronn
Straßenansicht des Gebäudes am Abend (Quelle: Zooey Braun)
Straßenansicht des Gebäudes am Abend (Quelle: Zooey Braun)
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Projektbeschreibung

Der Neubau mit Verwaltungsflügel und Kommissionierungshalle befindet sich am südlichen Rand eines neu erschlossenen Gewerbegebietes. Die Lage bietet einen weiten Blick in Richtung Süden über die Fildern bei Stuttgart.

Durch das winkelförmige Anlagern des Verwaltungsflügels an die Halle wird eine hohe Kompaktheit des Baukörpers erreicht.  Gleichzeitig werden die Raumbereiche entsprechend  der unterschiedlichen Anforderungen an die Innenraumtemperatur zoniert: Der Verwaltungsbereich im Südwesten erzielt über die transparenten Fassadenteile solare Gewinne im Winter, die Halle und Ladezone bilden einen Puffer nach Nordosten. Die thermische Qualität der Gebäudehülle ist gegenüber dem EnEV-Referenzgebäude um etwa 30 % verbessert ausgeführt.

Der moderate Fensterflächenanteil und eine außenliegender Rafflamellenstoren  verhindern übermäßigen solaren Wärmeeintrag im Sommer, die freiliegenden Betondecken stehen dem Innenraum als große thermische Speichermassen zur Verfügung. Die Entwärmung der Betondecke erfolgt über maschinelle Nachtluftkühlung (RLT-Anlage oder Rückkühlwerk und Bauteilaktivierung).

Sowohl in der Halle wie auch im Verwaltungsbereich ermöglicht die Raumstruktur und die Ausbildung der Fassade eine natürlich Querlüftung des Gebäudes und eine sehr gute Versorgung mit Tageslicht. In der Halle wird dies vor allem durch die auch räumlich und gestalterisch stark wirksame Ausbildung von vier Dachlaternen über die gesamte Hallenbreite erreicht.

Die Wärmeversorgung erfolgt vorrangig über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Niedertemperaturübergaben (Bauteilaktivierung, Fußbodenheizung und Wandheizung). Erst ab einer Grenztemperatur von unter  4°C wird die Heizleistung von einem Gas-Brennwertkessel erbracht und im Verwaltungsbereich Unterflurkonvektoren für die Wärmeübergabe hinzugezogen. Dies ermöglicht einen sehr effizienten Betrieb der Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine wirtschaftliche Auslegung der Wärmeübergaben. Die Erzeugung des Trinkwarmwassers erfolgt aufgrund des geringen Bedarfes und der Vermeidung von Legionellen dezentral mit einem Elektro-Durchlauferhitzer.

Alle Nutzungsbereiche werden in der Heizperiode maschinell belüftete, um eine ausreichende Frischluftversorgung bei gleichzeitig geringen Lüftungswärmeverlusten zu gewährleisten. Die Zuluft  im Verwaltungsbereich wird über die Unterflurkonvektoren eingebracht, strömt aus den Aufenthaltsräumen über die Flurzonen in den Sanitärbereich über und wird dort zentral abgesaugt und der Wärmerückgewinnung zugeführt. Durch das Überströmkonzept kann die notwendige Luftvolumenstrom und damit der Energieaufwand für den Lufttransport und das Erwärmen der Frischluft auf ein Minimum begrenzt werden. Trotzdem werden alle Bereiche mit ausreichend Frischluft versorgt, bzw. Feuchtigkeit und Gerüche sicher abtransportiert.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe kann im Hochsommer auch als Kompressionskältemaschine betrieben werden, um die Zuluft in der RLT-Anlage des Verwaltungsbereiches vorzukühlen und somit einen erhöhten thermischen Komfort zu gewährleisten. Der dafür notwendige Strombedarf wird über eine PV-Anlage auf dem Dach der Halle gedeckt, die auf eine maximale Eigennutzung und somit auf hohe Wirtschaftlichkeit hin ausgelegt ist.

Leistungen der ee concept GmbH im Detail:

Energiekonzept
EnEV-Nachweis
EEWärmeG-Nachweis
PV-Simulation

Bautafel

Architektur: mönkemöller und kreppel architekturbüro ZT OG
Energiekonzept: ee concept gmbh
Planung Gebäudetechnik: Schmid & Rampazzo Planungsgesellschaft mbH